Der Künstlerweg durchs Dorf

Der „Wengerter” von Fritz Nuss und der „Zeitungsleser” von Karl-Ulrich Nuss bilden den Angelpunkt zwischen dem Skulpturenpfad durch die Weinberge und einem Künstlerweg durch das Dorf. Der „Zeitungsleser” gehört zum offiziellen Skulpturenpfad, der „Wengerter” markiert den Anfang des inoffiziellen Künstlerweges. Von ihm führt der Künstlerweg entlang der Hauptstraße ins Dorf hinein. In den Weinbergen sind die Figuren unübersehbar. Auf dem Künstlerweg muss man wissen, wo die Kunstwerke stehen, will man alle entdecken:

Kurz nach dem „Wengerter” steht auf der anderen Straßenseite, verborgen in Büschen, ein alter Bildstock mit einem von Fritz Nuss gestalteten Bibelspruch. Auf der rechten Straßenseite, vor dem Theater an der Linde entdecken Sie auf einer Gartenstele eine „Tanzende” von Fritz Nuss und im Hof einen „Schweinehirten” von Karl-Ulrich Nuss. Gegenüber der Sparkasse steht in einer Mauernische das von Fritz Nuss gestaltete Rosenbrünnele, den ein singender „Zecher” krönt.

Wenige Schritte später erblicken Sie über der Straße die Einfahrt zu unserem Weingut. In unserem Hof erwartet Sie eine bronzene „Traubenfrau” von Karl-Ulrich Nuss. Übrigens erhalten Sie bei uns im Weingut einen herrlichen Trollinger mit einem von Karl-Ulrich Nuss gestalteten Künstler-Etikett - eine schöne Erinnerung an ein unvergessliches Kunsterlebnis.

Der weitere Weg führt an der malerischen Fachwerkkulisse vorbei zum Rathaus. Kurz vor dem Rathaus passieren Sie die Sammlung Nuss (Sonntagnachmittag geöffnet), deren Schwerpunkt Gemälde bekannter schwäbischer Impressionisten bilden. Unter dem Rathaus steht als Brunnenfigur eine „Nixe” von Fritz Nuss. Auf der gegenüberliegenden Rathausseite finden Sie unter einer großen Linde ein Denkmal von und für Fritz Nuss. Am anderen Ende des Fritz-Nuss-Platzes steht etwas versteckt neben einem Scheunentor eine Halbrelief-Figur von Karl-Ulrich Nuss.

Den krönenden Abschluss des Künstlerweges bildet die Strümpfelbacher Kirche mit einer von Karl-Ulrich gestalteten Bronzetür. Auf ihren beiden Flügeln sind als Hochrelief Szenen aus der Bibel gestaltet. Der linke Flügel beschreibt Geschichten aus dem alten, der rechte Flügel berichtet aus dem neuen Testament. Die jeweils gegenüberliegenden Bilder korrespondieren miteinander:

Unten links steht die Versuchung von Adam und Eva im Paradies für die Trennung des Menschen von Gott. Unten rechts berichtet die Geschichte vom „verlorenen Sohn” von der Heimkehr des Menschen zu Gott. In der Mitte links wendet sich Mensch gegen Mensch, symbolisiert in der Geschichte von „Kain und Abel”. Auf der rechten Seite wendet sich im Gleichnis vom „Barmherzigen Samariter” der Mensch dem Menschen wieder zu. Oben links steht der „Turmbau zu Babel” für die Sprachenverwirrung als Folge der Abkehr des Menschen von Gott. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das „Pfingstwunder” abgebildet, in dem sich Menschen unterschiedlicher Sprache plötzlich verstehen.

Falls die Kirche geöffnet ist, lohnt es sich, in ihr einige stille Minuten zu verbringen. Sie finden dort neben alten Kunstwerken, den von Fritz Nuss modellierten Taufsteindeckel. Dieses künstlerische Juwel berichtet in vier Szenen wie Jesus zu wirken begonnen hat.

Die Altargruppe und den Osterleuchter hat Karl-Ulrich Nuss gestaltet.